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1. Mannschaft 2008/2009

Saison 2008/2009

Meine erste Saison für die SpVgg Zabo-Eintracht!

Wenn man sich die Abschlusstabelle der Bezirksliga 2B der abgelaufenen Saison zu Gemüte führt, kann man relativ risikolos einige Schlussfolgerungen ziehen:

Die Wettkämpfe gegen die vier Erstplazierten wurden alle – zwar nur bedingt im Verlauf, dafür umso deutlicher im Ergebnis – verloren. Das Umgekehrte trifft auf die Begegnungen gegen die hinter uns platzierten Mannschaften zu. Fünf recht sichere Siege und als Höhepunkt das 7,5 -0,5 im Heimkampf gegen Gunzenhausen. In diesem Zusammenhang warte ich noch immer auf die ausgelobten "Ich war dabei…"-Trikots unseres Sponsors, ach so, wir haben ja keinen! Dabei ist in Bezug auf die obige Tabelle vielleicht noch ein Detail am Rande von Interesse. Wenn man nämlich den DWZ-Durchschnitt der von sämtlichen Vereinen eingesetzten Spieler zugrunde legt (und nicht die DWZ der Top-Ten-Spieler, wie sie Hans Schüssel in seiner Vorschau auf den Ligabetrieb aufstellt), dann entspricht dieser ziemlich exakt der Abschlusstabelle. Die Konsequenz daraus ist ebenso nachvollziehbar wie nahe liegend: wir können komplett auf einen weiteren Ligabetrieb verzichten! Ab der nächsten Saison sollten die Mannschaftsführer dem Spielleiter nur noch melden, wer spielen hätte können, woraufhin dieser durch DWZ-Vergleich das Ergebnis und schließlich auch die Endtabelle an die Vereine zurücksendet. „What a wonderful world“, endlich kein Zufall mehr…! Doch mit derlei Gedanken betreten wir langsam aber sicher den Bereich der geringfügig weniger risikolosen Schlussfolgerungen.

Wie ersichtlich schafften es vier unserer Spieler mit ihrem Einzelergebnis in die Top-20-Liste, wohingegen sich die restlichen vier Stammspieler tendenziell eher am anderen Ende dieser Tabelle ansiedelten. Natürlich kommt dieser Umstand hier nicht zur Sprache, damit wir vier uns gegenseitig beweihräuchern und um die Ovationen der Vereinsmitglieder entgegen nehmen zukönnen (obwohl…, aber nur ein klein wenig!). Noch ist damit bezweckt, die anderen offen bloßzustellen, denn sie trugen auch ihren Teil dazu bei (naja,… nur eben kaum Punkte!), dass die Stimmung in der Mannschaft ohne jede Einschränkung über die gesamte Saison hinweg ganz hervorragend war. Nein, ich möchte auf einen anderen Zusammenhang hinweisen: unsere vier Top-Scorer Paul Wittmann, Thomas Ahlich, Peter Ziegler und Thomas Gebhard sind auch immer die Ersten, welche die nachwettkampftypischen zwanglosen Treffen auf die Beine stellen, sowie meistens auch die Letzten, die diese Treffen dann wieder verlassen! Daraus folgt, selbst kleinste Mengen Alkohol machen nahezu jeden Schachspieler fast unbesiegbar, weswegen diese Substanz ja auch auf der Doping-Liste des Weltschachverbandes zu finden ist: "Gib der Droge keine Chance…!" - Hierbei kommt mir natürlich eine Person in den Sinn, die ich als unseren neunten Mann bezeichnen möchte, da er selbst keinen Auswärtskampf scheut, um an unserem Schicksal Anteil zu nehmen und der uneingeschränkt der bereits erwähnten nachwettkampftypischen Geselligkeitsfraktion zuzuordnen ist. Danke, Peter Forche, durch dein nimmermüdes Interesse wird eine derart lange Saison quasi zu einer Art des betreuten Wohnens!

Eine Analyse der Einzelergebnisse veranschaulicht nochmals das oben bereits Angedeutete. An den ersten drei Brettern gewannen wir 116 DWZ-Punkte, die anderen zusammen machten ein sattes Minus von 148 DWZ-Punkten. Wer nicht an DWZ-Zahlen glaubt, der glaubt vielleicht an das Folgende. Vorne erzielten wir 18,5 Punkte aus 25 Partien, was 74 Gewinnprozent entspricht, hinten erreichten wir 20,5 Punkte aus 47 Partien, umgerechnet knapp 44 Gewinnprozent. Und mit Sicherheit will keiner die Verteilung dieser Zahlen sehen, wenn man Peter Ziegler von der einen in die andere Gruppe versetzt. Das Leistungsgefälle ist dann ein wahres Bild des Grauens. Doch wie wir alle wissen, ist der Erfolg am Schachbrett von so vielen (zum Teil zufälligen) Faktoren abhängig, sodaß die Nachbetrachtung der nächsten Saison einen selbstgefälligen Maulhelden wie mich womöglich ganz kleinlaut werden lässt. Die folgenden Einzelkritiken im Telegrammstil sind extrem subjektiv ausgefallen, doch wollte ich sie unbedingt noch anbringen.

Zur Person Paul Wittmann (Brett 1) – Der "Terminator", mit einer Performance von knapp 2300 in Fide-Meister-Sphären aufgestiegen, übernahm viel Verantwortung, wenn andere den Schwanz einzogen, so dass die letzte Partie sehr häufig an ihm hängen blieb. Zur Person Thomas Ahlich(Brett 2) – Spielte weit über seinem bisherigen Niveau, solide Eröffnungen, sehr engagiertes Mittelspiel, man hatte immer das Gefühl, es könnte ein ganzer Punkt werden, prima Leistung. Zur Person Thomas Gebhard (Brett 3) – Maulheld von Beruf, kündigte selbstgefällig "8 aus 9" an, versaubeutelte zwei leicht zu gewinnende Stellungen, von Christoph Koblenz als "größter Fehleinkauf der Saison" betitelt, bezweifelt dies mit Hinweis auf Jürgen Klinsmann, gelobt hiermit Besserung. Zur Person Mathias Baumann (Brett 4) – Hatte mit zwei dummen Nullen einen schweren Start, konnte seinen ansonsten so zähen Positionsstil zu selten durchsetzen, die Zeitnot tat manches Mal das ihre. Zur Person Peter Ziegler (Brett 5) – Ihm fehlte zunächst die Spielpraxis, setzte dann ein paar Mal wirklich sehenswert Matt, wurde gegen Ende der Saison immer besser, Änderung seines Trainingplans empfohlen, als Mannschaftsführer allererste Sahne. Zur Person Natalia Zabarska (Brett 6) – Das Studium scheint etwas die Schwerpunkte zu verschieben, schlug sich mit den eigenen Waffen, leidet häufiger an Zeitnot, kann aber immer noch viel mehr. Zur Person Steffen Winterfeldt (Brett 7) – Hatte eigentlich meistens gute Stellungen, stellte einfach zu viel Material ein, die vierte Stunde war nicht die seinige, Alkoholkur dringend empfohlen. Zur Person Stefan Behlert (Brett 8) – Zog während der Saison um, war beruflich stark eingespannt, dafür war sein Ergebnis noch ganz in Ordnung, spielte "die" Partie der Saison. Zur Person Andreas Link (Ersatz) – Machte zweimal schnell und sicher die Führung, wäre sonntags gerne immer gesehen. Zur Person Reinhard Knab (Ersatz) – Machte immerhin ein Remis, wäre sonntags gerne immer gesehen. Zur Person Dietrich Münzenberg (Ersatz) – Stellte beide Male höchst unglücklich die Partie ein, kann es jedoch deutlich besser, ist aber immer da, wenn man ihn braucht. Zur Person Fred Hofstetter (Ersatz) – Machte, als er aushalf, den einzigen ganzen Punkt des Wettkampfes, damit empfiehlt man sich für weitere Einsätze. [ZAPF]

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