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Vereinsmeisterschaft 2009/2010

Modus

Bedenkzeit: 2h für die ersten 40 Züge, 30min für den Rest der Partie.

Spielbeginn: 19:30h.

Hauptspieltage sind zunächst bindend. Kann ein Spieler den Hauptspieltag nicht wahrnehmen, so ist mit dem Gegner ein Ausweichtermin zu vereinbaren (Termin dem Turnierleiter bekanntmachen). Vor- und Nachspielen ist bis Meldeschluß möglich.

 

Termine (Hauptspieltage)

Runde 1 18. November 2009
Runde 2 16. Dezember 2009
Runde 3 27. Januar 2010
Runde 4 17. Februar 2010
Runde 5 24. März 2010
Runde 6 12. Mai 2010
Runde 7 2. Juni 2010

 

Für die Neugierigen

Aktuelle Rangliste

 



Runde 7

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Andreas Link - Paul Wittmann 5 0,5 : 0,5
2 Helmut Gottsmann 4 - Thomas Ahlich 0 : 1
3 Stefan Behlert 4 - Thomas Gebhard 4 + : -
4 Arthur Holland - Hans Ott 4 - : -
5 Steffen Winterfeldt 3 - Hans-Ludwig Hestermann 0,5 : 0,5
6 Juan Luis Ott 3 - Stefan Schmid 3 0 : 1
7 Christoph Koblenz 3 - Markus Klein 3 - : +
8 Herbert Hennemann - Marcus Scholz 3 1 : 0
9 Gerd Pauer - Siegfried Lorenz 1 : 0
10 Markus Kraus - Hans-Martin Roth 2 1 : 0
11 Peter Forche 2 - Jürgen Schubert 2 - : +
12 Ludwig Kaiser 2 - Raimund Schreml 0 - : -
13 Joannis Postoltsikis 1 - (spielfrei) 0 + : -

 

Die für die Titelvergabe immens wichtige Partie zwischen Andreas Link und Paul Wittmann endete mit einem Remis. Leider Gottes kann ich darüber nur meine flüchtigen Eindrücke mitteilen, die ich beim mehrmaligen Vorbeigehen sammeln konnte. Demnach ging eine "Französische Verteidigung" in ein sehr komplexes Mittelspiel mit heterogenen Rochaden über, das mir zur Beurteilung einfach viel zu kompliziert war. Das war es aber auch schon, denn durch einen zwar ungewollten, jedoch äußerst präzise gesetzten Wurf einer vollen Kaffeetasse ist es mir gelungen, das mir übergebene Partieformular vollständig zu zerstören. Ich werde mich in Bälde um Ersatz bemühen...! - Und diesen Ersatz hätte ich inzwischen auch schon erhalten, wenn denn das Datei-Format, welches mir Andreas Link mit der Partie zukommen ließ, auf meinem alterschwachen Rechner in irgendeiner Form zu öffnen gewesen wäre. War es aber nicht und so begnügen wir uns mit dem sehr schönen Begleittext von Andreas: "Deine Kaffeetasse hat das einzig Richtige mit unserer Partie gemacht. Fritz12 ist da nicht so gnädig mit uns. Bleibe Deiner Kaffeetasse beim Kommentieren unserer Partien treu." - Auch ein weiteres ´fünftmannschaftsinternes´ Duell wurde inzwischen beendet. Dabei behielt Markus Kraus gegen Hans-Martin Roth die Oberhand, wodurch Letzterer mit durchaus respektablen 2,0 Punkten sein allererstes Turnier beschließt, dagegen Ersterer sein selbiges mit sensationellen 3,5 Punkten vollendet! Nach einem unorthodoxen "Läuferspiel" stellte Hans-Martin durch ein grobes Übersehen dabei um den 15. Zug herum zwei wichtige Bauern ein, ein Kompliment, welches Markus im 29. Zug immerhin zur Hälfte zurückgab. Doch im 34. Zug unterlief Hans-Martin in einem sehr spannend anzuschauenden Doppel-Turm-Endspiel leider ein noch schlimmerer Lapsus, indem er Markus einen ganzen Turm zum Fraße vor die Klauen warf und unmittelbar darauf die Partie aufgab. Besonders gelungen finde ich dagegen die Randbemerkungen der beiden Kontrahenten. So findet sich auf dem Partieformular von Markus zum Beispiel ein Satz, den man irgendwann auch einmal auf seinen Grabstein meißeln lassen könnte: "Wieder ein Weizen getrunken, aber immer noch keine Ahnung!" Wohingegen Hans-Martin offenbar schon während der Partie Beweise sammelte, um später eventuell Protest gegen die Wertung der Partie einlegen zu können: "Gespielt im Raucherraum ohne Turnierruhe, Handy zur Unterhaltung an, also eigentlich 1 : 1!" Dieser Schlussfolgerung stimme ich hiermit unaufgefordert und uneingeschränkt zu! [ZAPF]

Zunächst noch eine Nachbetrachtung der Partie Thomas Ahlich gegen Stefan Behlert aus der letzten Runde. Wie bereits angedeutet handelte es sich dabei um eine wirklich gute Partie, und zwar vom Verlierer! Als Eröffnung hatte Thomas erneut sein "Damenindisch im Anzug" gewählt, konnte aber gegen den zentralen Aufbau mit c5 und d5 von Stefan keinen Vorteil erzielen, sodass die Chancen im beginnenden Mittelspiel wohl ausgeglichen waren. Während Thomas danach sein Heil in einem Bauernsturm am Königsflügel suchte, ging Stefan dazu über, die in Form eines rückständigen Bauerns auf d3 sowie eines vereinzelten Bauerns auf a3 etwas defekte Struktur von Thomas zu belagern. Durch den doppelten Vorstoß seines e-Bauerns gelang es Stefan in der Folge zunächst mittels e5 den Königsflügel komplett zu verbarrikadieren und dann mittels e4 die Bauernstruktur von Thomas wesentlich zu verschlechtern. Das dergestalt nach dem 35. Zug entstandene Dame-Springer-Endspiel war dann schon deutlich vorteilhaft für Stefan. Im ersten Zug nach der Zeitkontrolle verlor Thomas dann mit g5 die Nerven, bedeutete dieser Vorstoß doch nur den Verlust seines f5-Bauerns. Zu allem Übel wurde dadurch auch noch der König von Thomas ins Freie gezerrt und im 46. Zug hatte Stefan dann das Luxusproblem, auf welche Art die Partie am Leichtesten zu gewinnen war! Zur Wahl standen ein Matt in 5 Zügen, aber auch verschiedene Varianten mit riesigen Materialgewinnen. Stefan entschied sich für ein Abspiel mit 3 Mehrbauern und verweigerte weiterhin mehrmals einen möglichen kurzzügigen Gewinn. Und das rächte sich letztlich! So gelang es Thomas nach und nach die Aufstellung seiner Figuren zu verbessern und im 58. Zug stellte dann Stefan einfach seinen Springer ein, wodurch die Partie zugunsten von Thomas kippte. Daraufhin ließ sich Thomas nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewann in wenigen Zügen. Eine tragische Partie, doch andererseits muss man eben seine Möglichkeiten auch nutzen! - Doch nun zu den Ereignissen der bislang in der 7. und damit letzten Runde beendeten Paarungen. Zunächst konnten, wollten, durften oder mussten Christoph Koblenz, Thomas Gebhard, Peter Forche und Robert Weidenhöfer nicht mehr zu dieser Runde antreten, sodass Markus Klein, Stefan Behlert, Jürgen Schubert sowie Joannis Postoltsikis zu kampflosen Punktgewinnen gelangten. - Darüber hinaus wurden jedoch auch 5 sehr hart umkämpfte Partien entschieden, wobei ich mich nachfolgend in der Tabelle von unten nach oben vorarbeiten möchte. - Leider machten sich Gerd Pauer und Siegfried Lorenz nach ihrer Partie beide der Fahnenflucht schuldig, sprich ich konnte keinem von beiden noch das Partieformular entreißen, sodass sich mein Bericht auf 3 unmittelbare Eindrücke vom Brettgeschehen stützt. Mein erster Eindruck war, dass sich die Stellung nach einem "Spanischen Vierspringerspiel" zu Beginn des Mittelspiels in ruhigen und ausgeglichenen Bahnen bewegte. Mein zweiter Eindruck war eine urplötzlich vogelwilde Stellung, in der Gerd mit seiner Dame und dem Läuferpaar ohne Ende Drohungen gegen den König von Siegfried aufstellte. Mein dritter Eindruck sah diese Nachstellungen von Gerd mit dem Erfolg belohnt, dass eben dieser König von Siegfried von allen Mitstreitern verlassen unmittelbar vor der Mattsetzung stand. Ein sehr wichtiger Sieg für Gerd, beendet er doch damit das Turnier mit 3,5 Punkten auf einem sehr guten Mittelfeldplatz! - Mit genau selbigem Ergebnis steht auch Herbert Hennemann nach seinem Sieg gegen Marcus Scholz in der Abschlußtabelle zu Buche. Offenbar überrascht durch das "Königsgambit" von Herbert wich Marcus bereits im 3. Zug jedweder theoretischen Debatte über diese Eröffnung aus. Nachdem im 12. Zug beide Parteien ihre Mobilmachung abgeschlossen hatten, hatte Herbert seinen Gambitbauern mit großem Raumvorteil zurück gewonnen und dadurch eine deutlich bessere Stellung. Doch indem Herbert durch den Vorstoß seines e-Bauerns die etwas unsichere Position der Dame von Marcus ausnutzen wollte, ging dieser Vorteil wieder verloren. Die entscheidende Frage zur Beurteilung dieser Stellung war, ob der resultierende e6-Freibauer von Herbert nun stark oder schwach war? Wahrscheinlich ist eine wahrheitsgemäße Antwort irgendwo in der Mitte zu suchen, sodass man von einem dynamischen Gleichgewicht sprechen konnte. Sehr folgerichtig begannen beide bei heterogenen Rochadestellungen mit Bauernstürmen auf den jeweiligen König. Nach einer ziemlich forcierten Zugfolge, die in einem Doppelturm-Leichtfigur-Endspiel mündete, schien sich die Waagschale langsam auf die Seite von Herbert zu neigen, da sein Läufer gegenüber dem Springer von Marcus die eindeutig bessere Figur war. Durch den sehr guten Vorstoß seines a-Bauerns gelang Herbert dann auch ein vorentscheidender Einbruch in die Stellung von Marcus. Bei Abtausch der Leichtfiguren konnte Herbert nachfolgend einen Bauern mit anhaltender Initiative gewinnen und brachte das resultierende Turm- und letztlich Bauernendspiel sehr sicher nach Hause. - Ein "Russisches Dreispringerspiel" stand in der Partie zwischen Juan Luis Ott und Stefan Schmid auf dem Brett, wobei Juan jedoch frühzeitig eigene Wege beschritt. Dadurch erreichte Stefan die etwas freiere Stellung und hatte etwas mehr Platz, um mit dem bis zum 13. Zug kompletten Figurensatz zu lavieren. Bei den dann plötzlich einsetzenden Schlagfällen übersah Juan dann fahrlässig den Verlust zweier Bauern und stand innerhalb weniger Züge mit dem Rücken zur Wand. Nach einem weiteren Figureneinsteller entschied dann Stefan die Partie sehr schnell zu seinen Gunsten. Nach 3 kamplosen Nullen in der ersten Turnierhälfte, kommt Stefan nunmehr nach 4 Siegen in der Tabelle weit nach vorne. - Die einzige Punkteteilung der bisherigen Runde brachte die Partie von Steffen Winterfeldt und Hans-Ludwig Hestermann. Nach einer für Hans-Ludwig lustigerweise völlig überraschenden "Sokolsky-Eröffnung" von Steffen, gelang es Ersterem trotzdem mit einem sehr nüchternen e6-d5-c6-a6-Aufbau die Stellung weitgehend ausgeglichen zu gestalten. Als Resultat einiger Abtauschaktionen ergab sich ein Schwerfiguren-Mittelspiel mit je einer Leichtfigur, in dem der Läufer von Hans-Ludwig einen besseren Eindruck hinterließ als der Springer von Steffen. Zudem konnte Hans-Ludwig mit einem seiner Türme auf a3 eindringen und von dort aus einen unangenehmen Druck auf den a2-Bauern von Steffen ausüben. Nach einer kurzzeitigen Verschärfung des Spiels landeten die beiden dann jedoch neuerdings in einem sehr ausgeglichenen, allerdings keineswegs statischen Dame-Turm-Endspiel, in dem beide Seiten ihre Chancen hatten. Schließlich kam es auch noch zum Abtausch der Damen und das entstandene, sehr komplizierte Turmendspiel raubte den beiden Kampfhähnen sehr frühzeitig jede Lust am Weiterspielen. Letztlich war das wohl ein sehr gerechtes Unentschieden! - Als krönenden Abschluss möchte ich nun noch auf die in meinen Augen absolut großartige Kampfpartie zwischen Helmut Gottsmann und Thomas Ahlich eingehen. Deren Ausgang war für die Titelvergabe der Vereinsmeisterschaft von großer Bedeutung, konnte Thomas sich doch nur mit einem Sieg im Rennen um den ersten Platz halten. Letztlich behielt Thomas zwar auch die Oberhand, doch was dies wert ist, wird erst der Ausgang der Partie zwischen Andreas Link und Paul Wittmann zeigen. Dankenswerterweise ließ mir Helmut Gottsmann die Notation dieses harten Ringens zukommen, und zwar mit den begleitenden Text: "Meine im Endspiel vergeigte Partie!" Nach 10 Zügen der Hauptvariante der "Italienischen Eröffnung" hätte Helmut nach einer Ungenauigkeit von Thomas bereits im 12. Zug ein überaus deutliches positionelles Übergewicht erhalten können. Doch Helmut war in großer Kampfeslaune und spielte stattdessen unter Aufopferung eines Turmes sowie eines nachfolgenden Läuferopfers auf Mattangriff. Das Brett stand in Flammen! Die Tiefe der Kombination von Helmut erkennt auch mein (zugegeben altersschwacher) Fritz8 erst nach einigen Minuten, in denen seine Bewertung von einer Verluststellung hin zu einer Remisstellung wechselt! Ich jedenfalls spiele diese Partie gerade eben mit ungeheurer Hochachtung für beide Kontrahenten nach, denn auch Thomas fand notgedrungen etliche einzige Züge, um unter Rückopfer allen Materials in ein nahezu gleich stehendes Turm-Springer-Endspiel abzuwickeln, in dem beide auf unterschiedlichen Flügeln eine Bauernmehrheit besaßen. Im 26. Zug unterlief Thomas dann ein grober Fehler, indem er zwar seine Königsstellung verbesserte, dadurch aber seinen Springer jeder Rückzugsmöglichkeit beraubte, so dass dieser einfach verloren ging. Natürlich stand Helmut mit diesem Mehrbesitz glasklar auf Gewinn, doch die Stellung behielt eine gehörige Portion Schärfe, indem beide ihre jeweiligen Freibauern nach vorne trieben. Mit seinem 40. Zug stellte Helmut dann ohne Not seinen g5-Bauern ein, der durch weiteres Vorrücken wahrscheinlich die Partie ganz alleine gewonnen hätte. Durch das Nachrücken seines h-Bauerns verschaffte sich Helmut dann zwar erneut sehr gute Gewinnchancen, doch inzwischen nahm auch das Gegenspiel von Thomas konkretere Formen an. Gleichwohl hätte Helmut im 47.Zug nochmals forciert gewinnen können, doch nach einem falschen Turmzug ergab sich eigentlich eine Remisstellung. Doch erneut spielte Helmut fehlerhaft und es gelang Thomas mit seinem Turm und dem inzwischen auf der 3. Reihe aufgetauchten Freibauernpaar ein Mattnetz zu knüpfen, aus dem es kein Entrinnen gab. Eine trotz einiger Fehler schlichtweg phantastische Partie! [ZAPF]


 

Runde 6

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Thomas Gebhard - Paul Wittmann 0,5 : 0,5
2 Thomas Ahlich - Stefan Behlert 4 1 : 0
3 Hans-Ludwig Hestermann - Andreas Link 0 : 1
4 Helmut Gottsmann 3 - Steffen Winterfeldt 3 + : -
5 Hans Ott 3 - Christoph Koblenz 3 1 : 0
6 Arthur Holland - Robert Weidenhöfer 3 + : -
7 Marcus Scholz - Juan Luis Ott 0,5 : 0,5
8 Stefan Schmid 2 - Ludwig Kaiser 2 1 : 0
9 Markus Klein 2 - Peter Forche 2 1 : 0
10 Siegfried Lorenz 2 - Herbert Hennemann 2 0,5 : 0,5
11 Jürgen Schubert - Gerd Pauer 2 0,5 : 0,5
12 Markus Kraus - Joannis Postoltsikis 1 1 : 0
13 Hans-Martin Roth 1 - Raimund Schreml 0 1 : 0


Mit fünf ausgetragenen Partien kommt diese Runde ganz gut aus den Startlöchern. - Dabei kam es am Spitzenbrett nach einem kurzen Handgemenge zu einem Unentschieden zwischen Thomas Gebhard und Paul Wittmann. Nach der für beide Kontrahenten nicht üblichen Eröffnung 1.e4-c6 2.d4-d6 "Hoppla!" (Zitat Paul) fanden sich beide in den unwirtlichen Tiefen einer ´Tschechischen Verteidigung´ wieder, quälten sich beide mit der Planfindung im Mittelspiel und bevorzugten nach Beendigung der Partie in der Analyse jeweils die Stellung der Gegenseite. Meine inzwischen beendete Analyse mit dem Computer bestätigt aber immerhin, dass die beiden nicht ganz so ahnungslos wie von ihnen ursprünglich angenommen mit dem Stellungstyp umgegangen sind, denn die Schlussstellung ist äußerst komplex und sehr unklar. Im Endeffekt sichert sich Paul mit diesem Ergebnis und nunmehr 5 Punkten die (alleinige?) Tabellenführung, wohingegen Thomas mit 4 Punkten nichts mehr mit der Titelvergabe zu tun haben wird. - Ebenso unentschieden endete die ´Ungarische Partie´ von Jürgen Schubert und Gerd Pauer in einem Treffen der Giganten unserer 5. Mannschaft. Nach Aussage beider Kontrahenten war die Partie ohne große Fehler in einem zumindest optisch leicht besseren Endspiel für Jürgen gelandet, in dem sich aber die Aussichten noch so eben in der Waage hielten, weswegen Gerd den Friedensschluss anbot. Am nächsten Analyseabend werden wir den Feinheiten dieser Partie noch gemeinsam auf den Grund gehen. - Dagegen besiegte im zweiten internen Duell der ´Fünften´ Markus Kraus einen Gegner, der auf dem mir freudestrahlend überreichten Partieformular von Markus den hübschen Namen ´Angestellter´ erhalten hatte. Auf meine diesbezügliche Rückfrage kam es zu folgenden, für mich sehr erhellenden Dialog. Zapf: "Wer ist denn dieser ´Angestellte´?" Markus: "Denk halt ´mal mit, Zapf, na der Janis!" Zapf: "Aber der ist doch der ´Wirt´ und nicht der ´Angestellte´!" Markus: "Na dann frag´ halt ´mal seine Frau, was der Janis ist!" Und danach ließ mich ein sich beinahe totlachender Markus schlicht stehen, um seiner Wege zu gehen. In der Tat ein ´Sensibelchen´! In der Partie selbst erhielt eben jener Janis Postoltsikis nach einer ´Unregelmäßigen Eröffnung´ durch ein geschickt angelegtes Damenmanöver um den zehnten Zug herum eigentlich ein sicher gewonnenes Endspiel mit sage und schreibe drei Mehrbauern. Doch leider verlor Janis zusehends den Spielfaden und es gelang dem inzwischen groß aufspielenden Markus durch eine gut getarnte Falle eine Qualität bei nur noch zwei Minusbauern zu gewinnen. Schließlich wurde die Partie in einem dramatischen Rennen von Turm plus Freibauer gegen Läufer plus zwei Freibauern knapp zugunsten von Markus entschieden. Du hast mein Mitgefühl, Janis! - Ebensolches Mitgefühl verdient Ludwig Kaiser, der gegen Stefan Schmid frühzeitig nur noch für eine verlorene Sache kämpfte. Denn Stefan hatte mit 1.g4 einen ´Grob-Angriff´ aus seiner Wundertüte gezaubert, den ein offensichtlich überraschter Ludwig mit 1.-Sf6 2.g5-Sg4 3.h3-Sf2: ein zwar mutiges, aber nicht korrektes Figurenopfer folgen ließ. Danach brachte Stefan eben diese Mehrfigur sehr sicher in Form eines Punktes nach Hause und weihte Ludwig in der Analyse in die Geheimnisse seiner Spezialeröffnung ein. Jaja, die ach so graue Theorie! - Derlei theoretische Abgründe hatten Marcus Scholz und Juan Luis Ott in ihrer Partie nicht zu überwinden, spielten sie doch ein recht gemächliches ´Damenbauernspiel´. Daraus entstand ein wahrscheinlich für Marcus mehrfach zu gewinnendes Endspiel, in dem die beiden zwar jeweils sechs Bauern, zwei Türme und einen Läufer hatten, Juan Luis jedoch vier Bauerninseln mit zwei Doppelbauern zu verwalten hatte. Doch letzten Endes griff Marcus bei der Verwertung seines Vorteils wohl irgendwo daneben, denn nach einem Wettlauf ihrer jeweils letzten Freibauern war eine theoretische Remisstellung am Brett. In dieser versuchte zwar Marcus noch alles, um mit König und Dame gegenüber König und h-Bauer auf der siebten Reihe von Juan Luis noch etwas zu erreichen, doch war sein König schlicht und ergreifend nicht in der Gewinnzone und die Partie endete unentschieden. [ZAPF]

Ganz Zabo fiebert der bevorstehenden ´Kärwa´ sowie unserem ´Triathlon´ entgegen! Nicht zuletzt deshalb kamen am gestrigen Nachholspieltag wohl nur zwei Partien zur Austragung. Aber immerhin waren es zwei wirklich schweißtreibende. - Dabei gelang Siegfried Lorenz mit seinem Unentschieden gegen Herbert Hennemann ein durchaus erstaunlicher Achtungserfolg. Erstaunlich nicht aufgrund des reinen Ergebnisses, sondern weil es über die gesamte Distanz ein Treffen auf der berühmten ´Augenhöhe´ war. Womöglich bedarf es der Erläuterung, was ich mit dieser Phrase zum Ausdruck bringen möchte: Zwar wählte Herbert mit Schwarz eine messerscharfe Variante der "Sizilianischen Verteidigung", doch scheinbar mühelos spielte Siegfried 10 Züge einer Hauptvariante herunter und zeigte sich auch in der Folge den Erfordernissen der Stellung mit Weiß sehr souverän gewachsen. Als Ergebnis davon musste sich Herbert bis weit in das Mittelspiel hinein abmühen, die Stellung zumindest im Gleichgewicht zu halten. Erst durch ein Übersehen im 26. Zug verlor Siegfried einen Bauern, doch der dadurch vollzogene Übergang in ein Dame-Springer-Endspiel, in dem sich alle Bauern auf dem Königsflügel befanden, beließ seiner Stellung noch reichlich Remis-Potential. In dieser von beiden etwas schwächer behandelten Phase der Partie kurz vor der Zeitkontrolle hätte Siegfried sogar zweimal seinen Bauern zurück gewinnen können. So schien letztlich Herbert nach dem gelungenen Abtausch der verbliebenen Figuren endgültig auf der Siegerstraße angekommen zu sein, da das reine Bauernendspiel aufgrund eines gedeckten Freibauerns scheinbar leicht zu gewinnen war. Doch das Problem war, dass diese Stellung (Weiß: Kg2, Bh3 - Schwarz: Kf4, Bh4, Bg3) eine elementare Remis-Festung darstellt, da sie zwangsläufig mit einem Patt endet! Ein wirklich verdienter halber Zähler, da Siegfried einem hart kämpfenden Herbert über 50 Züge hinweg erfolgreich Paroli bieten konnte, Respekt! - Sogar fast 70 Züge währte das Ringen zwischen Hans-Ludwig Hestermann und Andreas Link. Kein Wunder, würde sich doch der Sieger auf den zumindest zeitweiligen zweiten Platz schieben und in der letzten Runde nach dem Titel greifen können! In einer selteneren Variante im "Grünfeld-Indisch" kam Andreas mit leichten Vorteilen aus der Eröffnung heraus, da die Stellung von Hans aufgrund eines vereinzelten sowie rückständigen Bauerns auf c3 dauerhaft geschwächt blieb. Doch allzu viel war dieser Vorteil nach dem Übergang in ein Doppelturm-Springer-Endspiel auch nicht mehr wert, doch unverdrossen spielten beide(!) Kontrahenten munter auf Vorteil weiter. In diesem sich durch diese löbliche Einstellung weiter zuspitzenden Endspiel gelang es Hans-Ludwig sogar seinen c-Bauern bis c6 vorzustoßen, während sich zeitgleich Andreas am gegnerischen Zentrum schadlos zu halten versuchte. Im 32. Zug stellte dann Hans-Ludwig seinen c6-Bauern durch ein glattes Übersehen einfach ein, doch aufgrund des ziemlich reduzierten Materials schien der Vorteil von Andreas nicht einfach zu verwerten. Als sich dann ein Wettrennen des freien a-Bauerns von Hans-Ludwig gegen das g-h-Freibauernpaar von Andreas abzeichnete, griff Hans-Ludwig im 46. Zug entscheidend daneben. Denn indem Hans-Ludwig einen Angriff auf seinen Springer zuließ, konnte Andreas die Stellung der gegnerischen Figuren entscheidend zum Gewinn des a-Bauerns unterwandern. Die darauf noch folgende, 20 Züge währende Gegenwehr von Hans-Ludwig war letzten Endes erfolglos. Obwohl sich das Leben noch unnötig selbst erschwerend, brachte Andreas den Punkt schließlich nach Hause. [ZAPF]

Zumindest drei gesicherte Ergebnisse brachte der letzte offizielle Nachholtermin dieser Runde. - Dabei blieb zunächst Markus Klein gegen Peter Forche siegreich. Zwar meinte Peter nach der Partie, er habe "ein Damengambit ganz fürchterlich misshandelt", doch scheint sein Eindruck nicht richtig zu sein. Zweifellos erzielte Markus aus besagter Eröffnung heraus mit Weiß die etwas bequemere Stellung, doch blieb sein Vorteil gering. Allerdings erbrachte der nachfolgende Generalabtausch zusehends eine gewisse Verflachung der Stellung. So hatte denn auch Peter seine Position mit Schwarz nach dem 20. Zug vollständig ausgeglichen. Es resultierte ein Endspiel, in dem beide nur noch mit je zwei Türmen und einem Springer bewaffnet waren, wobei die Türme von Markus die einzig freie Linie in der Hand zu haben schienen. Jedoch erspähte Peter nicht die sich ihm bietende Gelegenheit, seine Stellung durch Turmtausch auf eben dieser d-Linie weiter zu entlasten, weshalb Peter sie etwas verkrampft auf der e-Linie platzieren musste. Doch auch diese Aufstellung wäre wohl zu halten gewesen, hätte Peter nicht im 25. Zug durch einen fehlerhaften Schritt des Königs seinen Türmen ein wichtiges Feld genommen. Dies nutzte Markus umgehend mit einem starken Springer-Scheinopfer aus, das jedoch tatsächlich die Qualität gewann. Trotz langer Gegenwehr von Peter brachte Markus diesen Vorteil anschließend technisch sauber in die Scheune. - Ebenso blieb Hans Ott gegen Christoph Koblenz erfolgreich. Dieses Resultat war allerdings wirklich die fast schon unmittelbare Folge einer Eröffnungs-Katastrophe! Zumindest stellte sich mir die von Christoph gewählte Zugfolge in einem "Offenen Sizilianer" mit e6 und frühem Lb4 als solche dar. Durch einfache und starke Züge sicherte sich Hans das Läuferpaar, einen Vorposten auf d6 sowie einen grandiosen Raumvorteil. Auch der von Christoph angestrebte Damentausch brachte ihm keinerlei nennenswerte Entlastung. So kam Hans nach der Öffnung der Stellung am Königsflügel, gestützt auf sein mörderisches Läuferpaar, zu einem mächtigen Angriff, der ihm zumindest drei Mehrbauern und den sofortigen Punktgewinn einbrachte. Würde ich einen Spielfilm über diese Partie drehen, wäre mein Titel für dieses Werk wohl etwas wie "Im Würgegriff der Anakonda". Nimm es locker, Christoph, das kann passieren! - Noch viel schlimmer scheint es Stefan Behlert erwischt zu haben, der in seiner Partie gegen Thomas Ahlich offenbar ganz extrem vom Pech verfolgt war. Wenn ich mehr darüber erfahren habe, werde ich nochmals darauf zurück kommen. Bis dahin sei aus einer E-Mail von Thomas zitiert: "(Ich) habe die Partie gegen Stefan mit viel mehr Glück als Verstand gewonnen. Die Partienotation abzugeben ist mir fast peinlich. (Ich) habe mir die Partie heute morgen mit Fritz angeschaut und stand bestimmt 10 Züge auf Bewertungen von schlechter als -7 bzw. mit angekündigtem erzwungenem Matt. Zum Glück hat Stefan die Abwicklung nicht gesehen (und ich auch nicht)." Das klingt wirklich tragisch, zumal in dieser Partie ein weiterer Anwärter auf den Titel des Vereinsmeisters ausgespielt wurde! - Über die drei noch ausstehenden Paarungen werde ich berichten, falls es noch etwas zu berichten gibt...?! [ZAPF]


 

Runde 5

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Paul Wittmann - Thomas Ahlich 1 : 0
2 Thomas Gebhard - Hans Ott 3 - : -
3 Helmut Gottsmann 3 - Stefan Behlert 3 - : +
4 Christoph Koblenz 3 - Hans-Ludwig Hestermann 0 : 1
5 Andreas Link - Markus Klein 2 1 : 0
6 Herbert Hennemann 2 - Steffen Winterfeldt 2 0 : 1
7 Juan Luis Ott 2 - Arthur Holland 2 0,5 : 0,5
8 Robert Weidenhöfer 2 - Siegfried Lorenz 2 1 : 0
9 Marcus Scholz - Peter Forche 2 1 : 0
10 Gerd Pauer 1 - Markus Kraus 1 : 0
11 Hans-Martin Roth 1 - Stefan Schmid 1 0 : 1
12 Ludwig Kaiser 1 - Joannis Postoltsikis 1 1 : 0
13 Raimund Schreml 0 - Jürgen Schubert ½ 0 : 1

 

Da an diesem "Hauptspieltag" in der Tat ganze drei Partien ausgetragen wurden, möchte ich mich vorab an die Freunde der höheren oder tieferen Mathematik mit folgender Frage richten: Wie wahrscheinlich ist es, dass bei 13 angesetzten Paarungen deren 10 nicht stattfinden, weil exakt 10 Teilnehmer abgesagt haben? Denn unglaublicher Weise waren ausnahmslos alle vor Ort, denen am gestrigen Abend ein "paarungswilliger" Gegner fehlte. "Faszinierend!", hätte Mr. Spock diese statistische Verteilung wohlwollend kommentiert! - Doch wenden wir uns nunmehr den sechs wackeren Helden zu, die zueinander gefunden haben: Aus einer Preußischen Partie heraus gewann Robert Weidenhöfer in einem letzten Endes eher einseitigen Handgemenge gegen Siegfried Lorenz. Das Unglück von Siegfried zeichnete sich dabei schon unmittelbar nach der Eröffnung ab, als einer seiner Läufer auf dem Feld a7 zu stehen kam, dort jedoch bald von den eigenen Bauern auf b6 und c7 jedes weiteren Einflusses auf das Brettgeschehen beraubt wurde. Aus gewisser Not geboren, nahm Siegfried dann auch noch einen Bauern mit einem Springer, den Robert jedoch vorab heimtückisch "vergiftet" hatte. Denn Robert konnte seine von diesem Springer angegriffene Dame umgehend so platzieren, dass dem vorwitzigen Pferd der Rückzug versperrt wurde und es verloren ging. Dieser Materialvorteil genügte Robert zum Siege, der damit seine anhaltend gute Form dieser Saison bestätigt. - In der "Räucherkammer" trafen sich indes Ludwig Kaiser und Joannis Postoltsikis zu ihrem, wie soll man sagen, "Stelldichein". Zumindest sahen der Bauer auf f7 und der Turm auf h8 dieses Treffen als eben solches, denn nach einem von Ludwig vorgetragenen Läuferspiel versäumte es Joannis in sträflicher Weise, diese beiden Zeitgenossen zu decken. Nach deren Verlust versuchte zwar Joannis noch einen Königsangriff zu inszenieren, doch Ludwig wehrte diesen Anliegen ganz kühl ab und ging letztlich zu einem erfolgreichen Gegenangriff über. Damit kann Ludwig mit seinem bisherigen Turnierverlauf sehr zufrieden sein, wohingegen Joannis sich selbst zu trösten wusste. Denn nach seinem Resultat befragt, antwortete Joannis mit einem breiten Grinsen: "Ich habe verloren, aber ganz knapp, nur 1 - 0!" - Die unterhaltsame Partie zwischen Herbert Hennemann und Steffen Winterfeldt gewann schon im Vorfeld durch ein Gelöbnis des Ersteren enorm an Reiz: "Wenn ich heute gewinne, dann nehme ich auch an der Mittelfränkischen Meisterschaft teil!" Es entzieht sich zwar meiner Kenntnis, welche psychologischen Konsequenzen derartige "Androhungen" nach sich ziehen, aber zumindest dieses Treffen entwickelte sich spektakulär. In der Eröffnung, einer Geschlossenen Sizilianischen Verteidigung, gingen die beiden Kontrahenten zunächst eher gemütlich zu Werke, bevor dann Herbert die erste sich bietende Gelegenheit wahrnahm, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Denn auf der halboffenen f-Linie erspähte Herbert die Möglichkeit eines grandiosen Qualitätsopfers auf f6, wobei dessen Tiefsinnigkeit zunächst im Verborgenen lag. So entfuhr Steffen als Ausdruck seiner Überraschung auch ein spontanes: "Was hat er denn jetzt da für einen Sch...?!" Nach einer knapp einstündigen Auszeit hatte sich Steffen dann zumindest ein Verteidigungskonzept zu Recht gelegt, welches ihn den sofortigen Verlust vermeiden ließ. Trotzdem wühlte Herbert energisch mit Springer, Läufer und seiner Dame in der offenen Königsstellung von Steffen herum, und in der nachträglichen Analyse stellten die beiden fest, dass die Partie irgendwo an dieser Stelle mit Dauerschach hätte enden müssen. Doch Herbert griff fehl, Steffen gelangte zum Damentausch und seine Mehrqualität sicherte den Gewinn. Ob der nur tragisch Gescheiterte doch an der Mittelfränkischen Meisterschaft teilnimmt ist wohl noch nicht endgültig entschieden! [ZAPF]

Nachdem ich mein Siechtum bereits einige Zeit überwunden habe, gilt es zuerst die Außenstände aufzuarbeiten. Denn bereits seit zwei Wochen harren drei Partien der Kommentierung, doch erst gestern habe ich nähere Informationen über diese erhalten und dabei teilweise Ungeheuerliches erfahren. - So gewann Gerd Pauer nach einem zunächst sehr ruhig verlaufenden Italienischen Vierspringerspiel gegen seinen Kollegen aus der ´Fünften´ Markus Kraus. Dabei kam Markus im Zügepaar 15 und 16 durch einen verfehlten Bauerndurchbruch im Zentrum deutlich vom rechten Wege ab, verlor grob geschätzt eine Handvoll Bauern und verblieb zudem mit seinem König im Zentrum. In der Folge machte Gerd denn auch in einem reinen Schwerfigurenendspiel kurzen Prozess und brachte ein mächtiges und prächtiges Paar seiner Mehrbauern bis auf die sechste Reihe. Dort angelangt kostete dieses Pärchen entscheidend Material und der Kampf war zu Ende. Wie ich jedoch von Markus erfahren musste, setzte ihn Gerd allerdings schon vor der Partie unter geradezu unmenschlichen psychologischen Druck. Denn unmittelbar nach der Begrüßung soll Gerd das Folgende verlautbart haben: "Du weißt schon, dass du nächste Saison in der ´Fünften´ vor mir spielen musst, wenn du heute gewinnst!" Jaja, ob solcher Hinterlist fehlen einem glatt die Worte. Denn wie könnte ein empfindsamer und empfindlicher, gar schüchterner Feingeist wie unser Markus sich nach solch einer Ansprache noch auf eine Schachpartie konzentrieren können? - Ungeachtet von derlei Aufregungen endete die Partie von Juan Luis Ott und Arthur Holland recht zügig mit einem Unentschieden. Nach einem Damenbauernspiel in der Eröffnung kamen die beiden nach knapp 20 Zügen überein, von weiteren Bemühungen aufgrund völlig ausgeglichener Spielanteile abzusehen. - Dagegen war das Ringen zwischen Marcus Scholz und Peter Forche ein wahrer ´Aufreger´ mit hohem schachlichen Gehalt. Dabei behandelte Marcus das auf dem Brett entstandene Orthodoxe Damengambit wohl etwas zu bedächtig, denn Peter erhielt durch mutige Bauervorstöße am Königsflügel ebendort einen gefährlich anmutenden Angriff auf den weißen Monarchen. Mit deutlichen Mühen schaffte es Marcus jedoch, seinen Hofstaat zusammen zu halten, wobei aber Peter womöglich das eine oder andere Mal mit gewaltsamen Mitteln einen Mattangriff versuchen hätte können. Doch braucht man die Entscheidung von Peter nicht zu kritisieren, denn auch nach seiner Abwicklung ins Endspiel blieb die Stellung für ihn klar besser. Durch einen Fehler der ganz groben Art ließ es Peter dann aber zu, dass sich Marcus der geöffneten h-Linie mit seinen beiden Türmen bemächtigen konnte, sodass der schwarze Regent quasi aus dem Nichts heraus in einen Mattangriff das Leben lassen musste. Zum Verlauf dieser Partie fällt mir nur eine alte Fußball-Weisheit ein: "Wenn du Dinger vorne nicht machst, dann bekommst du sie irgendwann hinten rein!" [ZAPF]

Doch nun zu den vier Partien des gestrigen Nachholspieltages. – Erneut kam es im Duell zwischen Raimund Schreml und Jürgen Schubert zu einem ´Mannschaftstreffen´. Dabei konnte Jürgen bereits aus einer Unregelmäßigen Eröffnung heraus beizeiten mit den schwarzen Steinen die Initiative erringen. Denn Raimund hatte sich mit einem verfehlten Läuferzug selbst einen Knoten in die Beine gespielt, der die gesamte Entwicklung des weißen Damenflügels auf längere Sicht unmöglich machte. Diesen Entwicklungsvorsprung nutzte wiederum Jürgen, um mit einem energischen Bauerndurchbruch im Zentrum zu einem entscheidenden Angriff anzusetzen, der die Partie innerhalb weniger Züge zu seinen Gunsten entschied. Das war meines Erachtens eine sehr gute Leistung von Jürgen, der seinen ´Trainingsvorsprung´ auf Raimund eindrucksvoll auf dem Brett umsetzen konnte. – Einem anderen unserer wackeren ´Fünftklässler´, nämlich Hans-Martin Roth, wurde mit dem wieder ins Turniergeschehen zurückgekehrten Stefan Schmid eine ganz harte Nuss vorgesetzt. Dabei entwickelte sich Hans-Martin gegen die Russische Verteidigung von Stefan durchaus vernünftig. Doch nach einem äußerst groben Versehen um den 10. Zug herum musste Hans-Martin umgehend seine Niederlage quittieren. Ich finde es ja überaus erfreulich, Stefan wieder an ´Bord´ begrüßen zu können, habe jedoch so meine Zweifel, ob Hans-Martin am gestrigen Abend meine Begeisterung teilen konnte. – Einen recht einseitigen Verlauf nahm auch die Partie von Andreas Link gegen Markus Klein. Dabei wählte Andreas gegen die Sizilianische Verteidigung von Markus einen seltenen Aufbau mit c3 und sofortigem Ld3, der eine gute Dosis ´Nervengift´ zu enthalten scheint. Jedenfalls bekam Markus den entstehenden Stellungstyp nicht ausreichend in den Griff und Andreas konnte sich Raumvorteil und damit verbundene Angriffschancen auf dem Königsflügel sichern. Mit einem Springereinfall auf d5 konfrontiert, beging dann Markus im 17. und 18. Zug gleich zwei klare Fehlzüge in Folge, so dass Andreas im 21. Zug durch einen Damenausfall eine undeckbare Mattdrohung aufstellen konnte. Damit ist Andreas nach seinem ´Fehlstart´ bereits der Anschluss an die Spitzengruppe gelungen. – In eben dieser Spitzengruppe kämpften derweil Paul Wittmann und Thomas Ahlich bis weit nach Mitternacht um die Tabellenführung. Diese sicherte sich letztlich Paul nach 58 Zügen einer sehr harten Partie. Gerade eben beende ich die Partieanalyse und möchte auf diesem Wege Thomas mein Mitgefühl aussprechen, denn er könnte eventuell den Eindruck gewonnen haben, von einer ´Dampfwalze´ überrollt worden zu sein. Gegen das Damenbauernspiel von Paul hatte Thomas einen Damenindischen Aufbau gewählt und beide folgten gut zehn Züge lang dem Stand der Theorie. Im beginnenden Mittelspiel unterliefen dann Thomas mit der langen Rochade sowie folgendem Kb8 zwei kleinere ´Ungenauigkeiten´, die allerdings von Paul mit tödlicher Präzision zu einem Angriff auf den schwarzen Rochadeflügel ausgebeutet wurden. Mittelfristig erwiesen sich die weißen Drohungen als so stark, dass sich Thomas zu einem Bauernopfer durchrang, dem aber bald ein weiterer Bauernverlust folgte. Durch die Abwicklung in ein Endspiel mit jeweils zwei Türmen und einen Springer, gelang Thomas sogar noch die zeitweilige Blockade der beiden Mehrbauern von Paul. Doch gegen die perfekte Endspieltechnik von Paul war langfristig auch von Thomas kein erfolgreicher Widerstand mehr zu leisten. Die gesamte Partieführung von Paul hinterlässt, jedenfalls bei mir, den Eindruck einer enormen Spielstärke, Respekt! [ZAPF]

Und noch ein Werk wurde vollendet! Im Verfolgerduell zwischen Christoph Koblenz und Hans-Ludwig Hestermann blieb unser aller "Halu" siegreich und schließt damit zur erweiterten Spitze der Tabelle auf. Dabei nahm die Partie von Anfang bis Ende allerdings einen äußerst nervösen Ablauf: Christoph opferte nach einem Damenbauernspiel seinen b2-Bauern, den sich Hans denn auch mit seiner schwadronierenden Dame unverzüglich einverleibte. Da Christoph dadurch aber einen ganz enormen Entwicklungsvorsprung erhielt, muss die resultierende Stellung wohl letztlich als ziemlich ausgeglichen bezeichnet werden. Danach war es an Hans, seinen Mehrbauern durch ein grobes Übersehen wieder einzustellen und auch Christoph zögerte nicht mit dem Zugreifen. Jedoch hatte dies zur Folge, dass Hans in der Entwicklung gleichziehen konnte, so dass es im Ergebnis erneut zu einer wohl ausgeglichenen Stellung kam. Im Besteben die Postion weiterhin zu vereinfachen, erlag dann jedoch Christoph einem völligen ´Blackout´ und ließ ohne jede Not einen ganzen Turm einstehen. Dieses Kompliment gab Hans, ´stoffelig´ wie er nun einmal ist, nicht mehr zurück und brachte den Punkt statt dessen in wenigen Zügen nach Hause! [ZAPF]

Die beiden austehenden Partien dieser Runde, Thomas Gebhard gegen Hans Ott sowie Helmut Gottsmann gegen Stefan Behlert, kamen aufgrund der unterschiedlichsten Gründe nicht mehr zur Austragung und wurden im allseitigen Einvernehmen (siehe Tabelle) abgewickelt. [ZAPF]


 

Runde 4

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Thomas Ahlich 3 - Thomas Gebhard 3 0,5 : 0,5
2 Steffen Winterfeldt 2 - Paul Wittmann 0 : 1
3 Markus Klein 2 - Hans Ott 2 0 : 1
4 Stefan Behlert 2 - Robert Weidenhöfer 2 1 : 0
5 Arthur Holland 2 - Helmut Gottsmann 2 0 : 1
6 Siegfried Lorenz 2 - Christoph Koblenz 2 0 : 1
7 Marcus Scholz - Hans-Ludwig Hestermann - : +
8 Andreas Link - Stefan Schmid 1 + : -
9 Herbert Hennemann 1 - Gerd Pauer 1 1 : 0
10 Juan Luis Ott 1 - Hans-Martin Roth 1 1 : 0
11 Peter Forche 1 - Ludwig Kaiser 1 1 : 0
12 Jürgen Schubert ½ - Markus Kraus ½ 0 : 1
13 Joannis Postoltsikis 0 - Raimund Schreml 0 1 : 0

 

Es kam einiges zusammen, denn der gestrige Hauptspieltag fiel mitten in eine Ferienwoche, der Aschermittwochskater erreichte seinen Höhepunkt und ein gewisses grippales Verletzungspech schien zudem um sich zu greifen. Deswegen wohl kam kaum etwas zusammen, denn es gelangten nur drei Partien zur Austragung! Immerhin waren es drei durchaus interessante Begegnungen. - So warf Herbert Hennemann seinem Gegenüber Gerd Pauer mit einem neckischen Königsgambit unmissverständlich den Fehdehandschuh vor die Füße, doch dieser nahm ihn nicht auf, sondern lehnte die Opfergabe auf einem theoretischen Nebenpfad ab. Doch diese Herangehensweise von Gerd bewährte sich nicht, denn sehr zügig entwickelte sich eine Mittelspielstellung, in der Herbert bei gleichem Material einen isolierten und blockierten Doppelbauern in der e-Linie belagern konnte. In dem dauernden Bemühen, diesen Bauern zu überdecken, übersah Gerd letztendlich einen taktischen Fallstrick in Form einer Springergabel, die eine Leichtfigur kostete. Und diese Vorgabe erwies sich als zu mächtig, so dass Herbert trotz anhaltenden Widerstandes von Gerd einen relativ ungefährdeten Erfolg feiern durfte. - Gleiches war Stefan Behlert in seiner Partie gegen Robert Weidenhöfer nicht vergönnt. Denn Robert hatte nach einer von Stefan sehr behutsam eröffneten Italienischen Partie durch ein Bauernopfer im Zentrum bereits zu Beginn des Mittelspiels energisch die Initiative ergriffen. Es schwebten einige Mattvarianten in der Luft und Stefan musste sich Zug um Zug sehr sorgfältig verteidigen, um dem Angriff von Robert Stand zu halten. Doch dann wählte Robert einen langwierigen Plan, um seine Figuren umzugruppieren, welcher der Stellung nicht gerecht wurde. So konnte Stefan seine Position konsolidieren und ergriff nun seinerseits die Initiative. Diese entpuppte sich als sehr nachhaltig, so dass sich Robert genötigt sah, durch ein Figurenopfer für Verwirrung zu sorgen. Doch Stefan antwortete sehr kühl mit einer Springergabel auf f7, die sofort die Partie zu seinen Gunsten entschied. - Durch einen letzten Endes hoch verdienten Erfolg über Steffen Winterfeldt übernahm Paul Wittmann derweil die virtuelle Tabellenführung! Dabei verfolgte Paul gegen die von Steffen einmal mehr vorgetragene Sokolsky-Eröffnung einen strategisch sehr lehrreichen Plan. Denn durch gezieltes Abtauschen erreichte Paul eine Mittelspielstellung, die nur noch die Damen, alle Türme sowie die schwarzfeldrigen Läufer am Brett sah. Doch die Aktivität der verbliebenen Figuren machte den Unterschied aus. So konnte Paul die Initiative am Damenflügel an sich reißen und ebendort einen Bauern gewinnen. Dieser Mehrbauer von Paul gelangte dann umgehend auf a2 und engte dort die Stellung von Steffen extrem ein. Nachfolgend erspähte Paul eine Abwicklung, als deren Folge sich bei gleichen Bauern ein Endspiel von zwei Türmen gegen die Dame von Steffen ergab. Und hier griff Steffen bei der Entscheidung zwischen zwei Bauernzügen fehl. Der eine hätte Steffen in schlechterer Stellung weiterspielen lassen, doch der tatsächlich gewählte verlor durch eine forcierte Zugfolge die Dame und die Partie. Die ganze Partieführung von Paul hinterließ einen enorm starken Eindruck, Respekt! [ZAPF]

Über zwei weitere inzwischen ausgefochtene Partien kann ich leider nicht allzu viel berichten. - Zum einen machten sich nämlich Siegfried Lorenz und Christoph Koblenz einen schönen Abend in der Gaststätte (?) "Palmengarten", um ihre Partie nachzuholen. Offenbar ließ sich dabei Siegfried von den rythmischen A-Capella-Brunftgesängen einer Jungfrauentanzgruppe (Damit wäre dann auch erläutert, was ich mir unter einem "Palmengarten" so vorstelle!) letztlich mehr ablenken als Christoph. Denn nach Aussage des Letzteren hatte Siegfried in einem recht hochklassigen Match wahrscheinlich eine Gewinnstellung erreicht, diese jedoch schließlich gar noch verloren!. - Zum anderen trafen sich Juan Luis Ott und Hans-Martin Roth ganz brav und solide zum Nachspieltag in unserem Vereinsheim. Nach eher ruhigem Eröffnungsverlauf aus einem Damenbauernspiel heraus war eine äußerst komplexe Mittelspielstellung mit allen (?!) Figuren am Brett enstanden. Doch urplötzlich war die Partie beendet und wenn ich das Gespräch der beiden Kontrahenten richtig verfolgt habe, hatte Hans-Martin schlicht und einfach die Dame eingestellt! [ZAPF]

Zwei weitere Favoritensiege sowie ein sehr wahrscheinlicher sind zu vermelden! – „Ich habe heute aus der Not heraus Königsindisch gespielt, obwohl ich von dieser Eröffnung keine große Ahnung habe.“, sagte Hans Ott nach seiner Partie gegen Markus Klein, und augenzwinkernd weiter: „Zum Glück hat sich herausgestellt, dass es Markus genauso erging!“ Ganz offenbar wollten sich Markus und Hans gegenseitig in der Eröffnung überraschen, jedoch legte die Stellung anfangs des Mittelspiels nahe, dass dies wohl Hans besser gelungen war. Denn gegen den Aufbau von Hans war Markus wild im Zentrum nach vorne gestürmt, ließ jedoch dabei einen Konter zu, der ihn umgehend in eine nachteilige Position brachte. Ein unrühmlicher Damen-Einsteller von Markus beendete dann die Partie jedoch unnötig schnell zugunsten von Hans. – „Ich war schon zufrieden, heute die Partie in der Eröffnung ausgeglichen gestaltet zu haben.“, äußerte sich Raymund Schreml nach seinem Treffen mit Joannis Postoltsikis. Und in der Tat scheint das Mikroklima innerhalb unserer „Fünften“ besonders dazu geeignet, das Schachspiel von der Pieke auf zu erlernen. Denn Raymund entwickelte zügig seine Figuren und baute sich harmonisch auf, was früher nicht immer der Fall war. Gleichwohl fand Joannis Mittel und Wege, sich an den gegnerischen König im Mittelspiel heran zu pirschen. Als Folge davon gewann Joannis entscheidend Material und setzte schließlich den vereinsamten König von Raymund matt. – Als letztes Ergebnis sei ein mutmaßlicher Sieg von Peter Forche über Ludwig Kaiser vermeldet. Mutmaßlich, da ich den Ausgang der Partie durch verfrühte Heimkehr verpasst habe. Wie komme ich also zu diesem Ergebnis? Nun, nach einer Aljechin-Verteidigung war bei entgegen gesetzten Rochaden eine sehr spannungsgeladene Mittelspielstellung entstanden. In dieser stürmte Peter Angst einflößend mit seinen Türmen auf der h-Linie sowie mit dem Rest seiner Streitmacht im Zentrum auf den schwarzen König zu, wohingegen Ludwig noch keine Angriffslinien gegen den weißen Monarchen hatte öffnen können. Zum Zeitpunkt meines Aufbruchs schien mir auch der Zeitpunkt für einen erfolgreichen Schlussangriff für Peter gekommen zu sein. Gegebenenfalls muss ich eben meine Einschätzung widerrufen… [ZAPF]

Leider musste Stefan Schmid aufgrund von schierem Zeitmangel seine dritte Partie in Folge kampflos aufgeben, gelobte allerdings feierlich ab der kommenden Runde wieder ein tatsächlicher Teilnehmer dieses Turniers zu werden. Ich persönlich möchte mich an dieser Stelle sehr dafür einsetzen, Stefan bei einem weiteren Fernbleiben einen "Reuetrunk" in Form eines noch zu bemessenden Bierfasses aufzuerlegen, dessen Inhalt zur Behandlung der sicherlich bleibenden psychologischen Schäden der anderen Teilnehmer dann gemeinschaftlich verzehrt werden sollte. Wenn ich Stefan richtig einschätze, würde er diese Strafe zweifellos annehmen. Und wer seinen Gegner Andreas Link auch nur etwas kennt, der weiß, dass dieser in jedem Falle lieber gespielt hätte. - Bereits am letzten Sonntag trafen sich dagegen Jürgen Schubert und Markus Kraus, um Tausenden von fanatischen Anhängern das Vorspiel zum legendären 3-2-Triumph des Clubs über Bayer Leverkusen zu liefern. Und die Schlachtenbummler wurden nicht enttäuscht! Aus einer Preußischen Partie heraus schien sich die Eröffnung zunächst recht gut für die ganz in Weiß spielenden "Bürohengste" unter Teamchef Jürgen zu entwickeln, gelang es ihnen doch, die gegnerische Bauernstruktur durch zwei Doppelbauern erheblich schwächen. Dem gegenüber nutzten jedoch die in schwarzen Trikots aufgelaufenen "Handwerker" (harrharr!) von Coach Markus die erste kleine Unpässlichkeit ihrer Gegenüber zum Raub eines nicht unwichtigen Bauern auf d3. Aus einer offensichtlich einvernehmlichen Abtauschorgie im Mittelspiel resultierte ein Turmendspiel, in dem der Mehrbauer der "Handwerker" nicht zwangsläufig zum Sieg hätte reichen müssen. Doch die nervösen "Bürohengste" erwischten einen sehr schlechten Tag, sodass sie plötzlich immer mehr Minusbauern zu beklagen hatten. Mit sehr guter Technik verwerteten die "Handwerker" in der Folge seelenruhig diesen Vorteil, doch die "Bürohengste" sinnen bereits wieder auf Vergeltung. Ein wahrhaft immergrünes Duell! - Ebenso eine Preußische Partie stand in der Eröffnung zwischen Arthur Holland und Helmut Gottsmann zur Diskussion. Dabei wurde Arthur schlichtweg von Helmut theoretisch "auspräpariert", denn die Stellung steckt voller taktischer Geheimnisse, die von Helmut im Vorfeld der Partie allesamt studiert wurden, wohingegen sich der bedauernswerte Arthur auf gänzlich unbekanntem Terrain bewegen musste. Der Sieg von Helmut war jedenfalls hoch verdient! Ich möchte mich an dieser Stelle jedoch nicht weiter über diese Partie verbreiten, da ich zum Einen absolut keine Ahnung von diesem Stellungstyp habe und mir zum Anderen eine Analyse des Gewinners in Aussicht gestellt wurde, die ich nach Erhalt an dieser Stelle veröffentlichen werde. - Nach einer ebensolchen Partienanalyse erscheint auch das Spitzenduell zwischen Thomas Ahlich und Thomas Gebhard in einem etwas anderen Licht. In der Eröffnung hatten beide eine seltene Variante der Modernen Verteidigung geübt, in welcher Thomas A. ein gewaltiges Bauernzentrum aufgebaut hatte, wohingegen Thomas G. dieses fortwährend zu sprengen versuchte. Dabei schien Thomas G. erfolgreich die Initiative an sich gerissen zu haben, da der König von Thomas A. bei vollem Brett im Zentrum ausharren musste, um Materialverlust zu vermeiden. Durch ein zeitweiliges Figurenopfer verschärfte Thomas G. die Stellung weiter und Thomas A. musste einige "einzige" Züge zur Verteidigung finden. Nach dem Rückgewinn der Figur einigten sich die beiden dann auf Remis, da die Stellung in ein gleich stehendes Endspiel mündete. Und genau hier ist der Haken: Beide hatten sowohl während der Partie als auch in der Analyse übersehen, dass die Stellung anstatt des Wiedernehmens der geopferten Figur durch ein feinsinniges Damenmanöver in wenigen Zügen für Thomas A. verloren gewesen wäre. Schöne Grüße entsendet deshalb einmal mehr Cliff Barnes an Thomas G.! - P.S.: Das wäre eigentlich auch ein recht netter Spitzname: "G-Punkt"... [ZAPF] - Und ich habe nicht zu viel versprochen, denn Helmut war so freundlich, seine wirklich sehenswerte Partie mit Arthur für uns zu kommentieren: "Ich wusste natürlich, dass Arthur häufig die Italienische Eröffnung spielt. Ich habe mit der Zweispringer-Variante im Nachzug (Preußische Partie) fortgesetzt. Arthur spielte dann 4.Sg5. Im 5.Zug spielte ich Sxd5, was in den Schachbüchern meist überhaupt nicht oder mit einem ´?´ erwähnt wird. Richtig wäre hier 5.-Sa5, 5.-Sd4 oder 5.-b5. Nach dem Zug 5.Sxd5 gerät Schwarz nach 6.Sxf7 in einen heftigen Angriff, wie man in der Partie sieht, aber wenn man die genaue Zugfolge weiß, kann man den Angriff abwehren. Anschließend hat Arthur mir erzählt, dass er die Variante schon kennt, das ist aber schon sehr lange her und er hat viel davon wieder vergessen. Ich hatte somit einen Wissensvorsprung. Der bessere Spieler ist er sicherlich allemal. Holland - Gottsmann 1.e4-e5 2.Sf3-Sc6 3.Lc4-Sf6 4.Sg5-d5 5.exd5-Sxd5 6.Sxf7-Kxf7 7.Df3+-Ke6 8.Sc3- Scb4 (Der einzige spielbare Zug.) 9.De4 (Besser ist 9.a3, z.B. mit der Fortsetzung 9.-Sc2+ 10.Kd1-Sxa1 11.Sxd5-Kd6 12.d4-c6 13.Lf4-exf4 14.Dxf4+-Kd7 15.Te1 und Weiß gewinnt.) 9.-c6 10.d4-Kf7 11.a3 (Zu spät!) 11.-exd4 12.Se2-d3 13.cxd3-Sc2+ 14.Kd1-Sxa1 15.Sf4-Dd7 (Wenn der Springer 16.Sxd5 schlägt, dann 16.-Dg4+ mit Damentausch.) 16.Te1-b5 17.La2-Lb7 18.Se6-Kg8 (Gibt das Feld f7 für die Dame frei.) 19.Sc7 (Falls 19.Sf4, so 19.-Df7!) 19.-Dxc7 und Weiß gibt auf: 0-1. [Helmut Gottsmann]" - Leider konnten sich die Herren Marcus Scholz und Hans-Ludwig Hestermann aufgrund verschiedener Krankheitsfälle sowie anhaltender Weltwirtschaftskrise nicht auf einen Termin einigen, so dass unser Spielleiter Steffen Winterfeldt zum Eingreifen genötigt war. [ZAPF]


 

Runde 3

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Steffen Winterfeldt 2 - Thomas Gebhard 2 0 : 1
2 Robert Weidenhöfer 2 - Thomas Ahlich 2 0 : 1
3 Paul Wittmann - Helmut Gottsmann 2 1 : 0
4 Hans-Ludwig Hestermann 1 - Stefan Behlert 0,5 : 0,5
5 Hans Ott 1 - Herbert Hennemann 1 1 : 0
6 Siegfried Lorenz 1 - Stefan Schmid 1 + : -
7 Hans-Martin Roth 1 - Arthur Holland 1 0 : 1
8 Christoph Koblenz 1 - Peter Forche 1 1 : 0
9 Ludwig Kaiser 1 - Markus Klein 1 0 : 1
10 Andreas Link ½ - Jürgen Schubert ½ 1 : 0
11 Marcus Scholz ½ - Markus Kraus ½ + : -
12 Joannis Postoltsikis 0 - Juan Luis Ott 0 0 : 1
13 Raimund Schreml 0 - Gerd Pauer 0 0 : 1

 

Knapp über die Hälfte der Paarungen dieser Runde sind bereits wieder Geschichte und in knapp über der Hälfte eben dieser Partien lautete das Motto trotz anhaltender Weltwirtschaftskrise: "Wir stellen ein!" - Unter diese Überschrift fällt zunächst einmal die Partie zwischen Raimund Schreml und Gerd Pauer. Nach einem Vierspringerspiel in der Eröffnung wagte Raimund einen zu waghalsigen Bauernaufmarsch, anstatt seine Figuren zu entwickeln. Die Strafe folgte auf dem Fuße, indem Gerd eine trickreiche Springergabel ansetzte, die sofortigen Materialgewinn in nicht unerheblicher Größenordnung zur Folge hatte. Daraufhin war am Ausgang der Partie nichts mehr zu deuteln. - Auch Joannis Postoltsikis wollte ein guter Arbeitgeber sein und stellte einen Bauern ein. Nutznießer war in diesem Falle Juan Luis Ott, der seinen Augen kaum trauen wollte, denn der Eingestellte war nicht irgendwer, sondern der Bauer auf e4. Dieses Mißgeschick zog nach einer Französischen Verteidigung nicht zu übersehende Probleme für die weiße Stellung nach sich. Dies erkennend opferte Joannis dann energisch weiteres Material, um an den schwarzen König heran zu kommen. Doch Juan nahm einfach alles weg, um daraufhin nachzuweisen, dass von einem Matt weit und breit nichts zu sehen war. - Dasselbe Unglück widerfuhr auch Jürgen Schubert gegen Andreas Link. Nachdem Andreas eine Englische Eröffnung aus dem Hut gezaubert hatte, war die Vorbereitung von Jürgen auf die Partie über den Haufen geworfen. Diese Verunsicherung wurde offensichtlich, als Jürgen nach wenigen Zügen seinen Bauern auf e5, man ahnt es schon, natürlich einstellte. Als dann im Laufe des Mittelspiels eine überraschende Bauerngabel noch zusätzlich eine ganze Figur kostete, konnte Jürgen die Stellung nicht mehr lange halten und Andreas punktete ganz sicher und verdient. - Als Letzter stellte sich dann auch Hans-Martin Roth in dieselbe Reihe der selbstlosen Spender. Nach einer vom kränkelnden Berichterstatter nicht näher verfolgten Eröffnung stellte sich im Mittelspiel heraus, dass Hans-Martin bereits einen Bauern und eine Leichtfigur eingestellt hatte. Sein Gegenüber Arthur Holland verstärkte weiterhin ganz ruhig seine Stellung, um sich letztlich dem gegnerischen König zu widmen. Schlussendlich hatte Arthur mit dieser Materialvorgabe dann auch keinerlei Probleme, die Partie ganz sicher zu gewinnen. - An diese vier Unglücksraben, die allesamt Mitglieder unserer furiosen 5. Mannschaft sind und die sich allesamt noch nicht allzu lange dem Turnierschach widmen, sei noch folgendes Wort gerichtet: Nicht verzagen, weiter plagen! - Nicht weiter plagen wollten sich offenbar Hans-Ludwig Hestermann und Stefan Behlert, denn ihre Partie endete trotz eines "audio-visuell" sehr beeindruckenden Auftakts recht frühzeitig und überraschend remis. Dabei hatte Stefan mit Schwarz die Stonewall-Aufstellung der Holländischen Verteidigung als Kampfansage gewählt und Hans-Ludwig hatte, auch nicht eben schüchtern, mit Weiß lang rochiert und das Zentrum mittels f3 und e4 aufgebrochen. So war alles für ein spannendes Mittelspiel-Spektakel vorbereitet, doch die beiden hatten sich von der Ausgeglichenheit dieser Position offenbar schon überzeugt und schieden friedlich. - Und nun werde ich ein ziemlich neues und etwas heikles Kapitel der Berichterstattung aufschlagen. Denn der Ausgang der noch verbleibenden zwei Partien des gestrigen Spielabends ist mir zur Stunde schlicht unbekannt. Also werde ich das Endergebnis einfach tippen, in meiner Darstellung aber heucheln, es sei tatsächlich genauso gekommen. Diese Methode ist zwar erschreckend unseriös, aber lustig! - Damit sind wir schon inmitten der Partie zwischen Christoph Koblenz und Peter Forche. Zu Beginn des Mittelspiels waren nach einem Slawischen Damengambit einzig die beiden Damen vom Brett verschwunden. Der anwesende und anerkannte Fachmann dieser Eröffnung, Paul Wittmann, bescheinigte Christoph für seine Partieführung dabei eine "Behandlung auf Großmeisterniveau". Eingedenk dessen war es nicht weiter verwunderlich, dass Peter gewisse Probleme bekam, da seine Figuren stark eingeengt wurden. Dergestalt ergriff Christoph die Initiative am Damenflügel und gewann nach einem stellungstypischen Durchbruch zwei Bauern. Das resultierende Doppelturm-Läufer-Endspiel war trotz heftigen Widerstandes von Peter langfristig nicht zu halten. - Das Ereignis dieser Runde bis jetzt war ohne jeden Zweifel die Schlacht zwischen Robert Weidenhöfer und Thomas Ahlich! Pikanterweise wählte Robert mit Weiß einen Damenindischen Aufbau im Anzug, eine Eröffnung, die Thomas häufig selbst praktiziert. Im Mittelspiel öffnete Thomas dann mittels e5 das Zentrum, wodurch Robert sich der halboffenen f-Linie mit seinen Türmen annehmen konnte. Spektakulär wurde die Partie, als Robert in der Folge die Qualität für ein bis zwei Bauern auf f6 opferte. Es schien, als müsse die schwarze Königsstellung jeden Moment explodieren, doch Thomas fand einige "einzige" Züge! Da ich um diesen Zeitpunkt herum krankheitsbedingt den Heimweg antrat, wollte ich nun wie angekündigt das Ergebnis raten, da mich gerade eine E-Mail von Thomas Ahlich erreicht: "(...) Tatsache ist jedenfalls, dass ich nach einer spannenden Partie das Glück auf meiner Seite hatte und den vorletzten Fehler gemacht habe. Den letzten Fehler hat Robbie begangen, und anschließend hatte ich dann die Partie gewonnen." Ich werde nach Einsicht der Notation nochmals auf diese wirklich tolle Kampfpartie, die beiden Streithähnen zu Ehren gereicht, zurückkommen! [ZAPF]

Wie angedroht werfen wir zunächst noch einen kurzen Blick auf die Paarung Robert Weidenhöfer gegen Thomas Ahlich. Tatsächlich hatte Robert in der Schlussphase der Partie die Möglichkeit, in ein einigermaßen vorteilhaftes Endspiel Turm + 2 Leichtfiguren gegen 2 Türme + 2 Mehrbauern abzuwickeln, beging jedoch stattdessen zwei grobe Fehler unmittelbar hintereinander. So konnte Thomas sein Glück kaum fassen, innerhalb zweier Züge zuerst seine beengte Stellung befreit und danach einen ganzen Turm gewonnen zu haben. Derart dramatisch sieht man eine Partie selten enden! - Doch kommen wir zum gestrigen Nachholspieltag: Bis in die Zehenspitzen vorbereitet ging Thomas Gebhard in seine Mission ´Anti-Sokolsky´ gegen Steffen Winterfeldt. Und in der Tat gelang es Thomas gegen ´den´ Routinier dieser Eröffnung dann auch, mit zwar nur leichtem, aber durchaus dauerhaftem Vorteil aus derselben heraus zu kommen. Im beginnenden Mittelspiel griff Steffen dann mit einem unglücklichen Damenausflug, der sich letztendlich nur als dreifacher Tempoverlust entpuppte, eindeutig daneben. Diese Zeit nutzte Thomas aus, um eine gefährliche Angriffsstellung aufzubauen, sodass sich Steffen bereits im 17. Zug mit fast schon ausweglosen Problemen konfrontiert sah. Als Resultat gewann Thomas einen Springer für einen Bauern und verwandelte diesen Vorteil dann auch einigermaßen vertretbar zum Partiegewinn. - "Ich habe ganz fürchterlich verloren!", kommentierte Herbert Hennemann seine soeben beendete Partie gegen Hans Ott, "Nach solchen Niederlagen fragt man sich, ob man nicht mit dem Schachspielen aufhören sollte!" Doch Herbert wurde umgehend von Hans getröstet: "Aber so geht es uns doch allen von Zeit zu Zeit!" Weise Worte, denen auch der Berichterstatter nach vielen leidvollen Erfahrungen nur heftig kopfnickend zustimmen konnte. Jedenfalls schien mit der Sizilianischen Verteidigung von Herbert einiges schief gelaufen zu sein, denn Hans stand aus der Eröffnung heraus deutlich besser. Ein grober Einsteller von Herbert beendete die bereits schwierig stehende Partie dann anfangs des Mittelspiels schnell zugunsten von Hans. - Von einem solchen schnellen Sieg konnte dagegen Markus Klein nur träumen. Denn sein Gegenüber Ludwig Kaiser, der schon in der letzten Runde einen viel beachteten Außenseitersieg landen konnte, leistete bis tief in das Endspiel hinein heroischen Widerstand. Auch Markus wählte die Sizilianische Verteidigung, konnte jedoch weder in der Eröffnung noch im Mittelspiel einen mehr als akademischen Vorteil erzielen. Im Endspiel dann, welches beide Seiten nur noch mit Dame, Turm sowie etlichen Bauern agieren sah, gab Ludwig seinen Turm, um mit einen Freibauern zur Dame zu schreiten. Dieser Freibauer hätte denn auch den Turm von Markus kosten müssen, wonach ein reines Endspiel mit Damen und Bauern entstanden wäre, dessen Remisbreite sehr, sehr hoch gewesen wäre. Doch auf ein Schachgebot wählt Ludwig unglücklicherweise das falsche Feld für seinen König und wurde daraufhin kurzzügig mattgesetzt. Das war wirklich knapp! [ZAPF]

Leider kamen zwei der noch offenen Paarungen nicht mehr zustande, da Stefan Schmid und Markus Kraus aus beruflichen Gründen nicht in der Lage waren, noch zu ihren jeweiligen Partien gegen Siegfried Lorenz und Marcus Scholz anzutreten. So kamen die beiden Letztgenannten zu kampflosen Siegen. – Dagegen gestaltete sich die Spitzenpaarung Paul Wittmann gegen Helmut Gottsmann alles andere als kampflos! Bis weit in die fünfte Spielstunde stemmte sich Helmut dabei gegen die schon lange drohende Niederlage, bis sich Paul letztlich in einem Turmendspiel durchgesetzt hatte. Nach einem Damengambit als Eröffnung kam Paul als Weißer mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung heraus. Mit dem Vorstoß seines e-Bauern auf die fünfte Reihe gelang es Paul dann auch die Initiative an sich zu reißen und einen gefährlichen Königsangriff zu starten. In der Folge griff Helmut dann ein einziges Mal daneben, indem er eine unmittelbare Mattdrohung übersah. Dieses Missgeschick kostete Helmut die Qualität und einen Bauern, so dass es schien, die Partie sei nun zügig beendet. Doch nach dem Damentausch gelang Helmut der Rückgewinn des Minusbauern und die Partie ging in ein Endspiel von Doppelturm gegen Turm und Läufer über. Um Fortschritte zu machen, sah sich Paul dann gezwungen einen Turm gegen Läufer und Bauer zu geben. Im resultierenden Turmendspiel mit Minusbauer wählte Helmut dann vereinzelt die zweitbesten Züge, so dass Paul mit König und Turm in die gegnerische Stellung eindringen und die Aufgabe erzwingen konnte. Das Ende einer spannenden Schlacht! [ZAPF]


 

Runde 2

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Stefan Behlert 1 - Paul Wittmann 1 0,5 : 0,5
2 Stefan Schmid 1 - Thomas Gebhard 1 - : +
3 Thomas Ahlich 1 - Christoph Koblenz 1 1 : 0
4 Markus Klein 1 - Steffen Winterfeldt 1 0 : 1
5 Hans-Ludwig Hestermann 1 - Robert Weidenhöfer 1 0 : 1
6 Helmut Gottsmann 1 - Hans Ott 1 1 : 0
7 Arthur Holland ½ - Andreas Link 0 0,5 : 0,5
8 Herbert Hennemann 0 - Markus Kraus ½ 1 : 0
9 Juan Luis Ott 0 - Ludwig Kaiser 0 0 : 1
10 Jürgen Schubert 0 - Marcus Scholz 0 0,5 : 0,5
11 Peter Forche 0 - Joannis Postoltsikis 0 1 : 0
12 Raimund Schreml 0 - Siegfried Lorenz 0 0 : 1
13 Gerd Pauer 0 - Hans-Martin Roth 0 0 : 1

 

Was für ein Spieltag! In den bisher ausgetragenen 7 Paarungen dieser Runde blieb sage und schreibe ein einziges Mal der nominell Stärkere siegreich. – Und dieser Letzte seiner Art ist Thomas Ahlich, der nach einer ziemlich spannungsarmen Eröffnung im beginnenden Mittelspiel von einem hanebüchenen Dameneinsteller des hinterher untröstlichen Christoph Koblenz profitierte. Dabei traf Christoph jedoch keine unmittelbare Schuld, denn während er sich vor der Partie noch ein pompöses „Schnitzel Wiener Art mit Beilagen“ einverleibte, kam Thomas frotzelnd mit den Worten „Voller Bauch denkt doch nicht gerne!?“ ans Brett. Wir lernen daraus: Physiologische Grundkenntnisse sind auch für den schachlichen Erfolg unabdingbar! – Friedlich endete die Partie zwischen Stefan Behlert und Paul Wittmann, womit offenbar beide gut leben konnten. Denn nach einer selten anzutreffenden Variante, die Stefan gegen Pauls Caro-Kann-Eröffnung spielte, stand Stefan im Mittelspiel zumindest etwas bequemer, konnte aber keinen Erfolg versprechenden Plan finden. – Ebenso unentschieden wurde die bis ins Bauernendspiel hart umkämpfte Partie zwischen Arthur Holland und Andreas Link. Nach einem Orthodoxen Damengambit übte zwar Arthur den stellungstypischen positionellen Druck aus, doch insgesamt schien es, als ob Andreas die Stellung immer im Gleichgewicht halten konnte, nicht mehr und nicht weniger. – Dagegen war dieses Gleichgewicht in der Remispartie zwischen Jürgen Schubert und Marcus Scholz mehrfach ernstlich gefährdet und in der Schluss-Stellung gar nicht mehr vorhanden! Zunächst hatte Marcus einen sehr starken schwarzen Aufbau gegen Jürgens Spezial-Eröffnung gefunden. Dieser brachte ihm zunächst starken Druck auf das weiße Bauernzentrum ein und als Folge davon einen Mehrbauern. Doch dann verließ Marcus das Kriegsglück und er stellte einzügig einen Springer ein! Dieses Missgeschick wiederum ließ Jürgen Lunte riechen oder besser gesagt DWZ-Punkte wittern und er bot die Teilung des Punktes an. – Nach den Ausgang seiner Partie gegen Hans-Martin Roth befragt, lautete Gerd Pauers Antwort nur anerkennend: „Er hat mich einfach Matt gesetzt!“ Und dieser Satz fasst die Partie in der Tat recht gut zusammen. Nach einer Damenbauern-Eröffnung schien Gerd zwar mit den weißen Steinen minimal besser zu stehen, doch Hans-Martin konnte die Stellung durch geschicktes Abtauschen ausgleichen. Während Gerd danach seine Aktivitäten auf den Damenflügel verlegte, erspähte Hans-Martin dagegen den etwas löchrigen Unterschlupf des weißen Monarchen am Königsflügel. Dort drang Hans-Martin dann mittels eines schönen Manövers durch Springer und Dame mattsetzend ein. Ein verdienter Sieg und Hans-Martins erste Gewinnpartie in seinem ersten Turnier, Gratulation! – Nach dem Verlauf zu urteilen war letztlich auch der Sieg von Ludwig Kaiser über Juan Luis Ott verdient! Nach einer recht kunterbunten Eröffnung sah es dabei so aus, als ob Juan Luis am Königsflügel gegen die noch unterentwickelte schwarze Stellung zum Angriff käme. Doch Ludwig schaffte es, alle Gefahren abzuwehren und sich nach etlichen Verwicklungen eine Mehrqualität im Endspiel zu sichern. Letzten Endes spielte Ludwig mit Turm und drei Bauern gegen Läufer und einen Bauern und brachte den Punkt nach Hause. Eine reife Leistung gegen einen guten Gegner! – Bleibt noch von der Paarung Hans-Ludwig Hestermann gegen Robert Weidenhöfer zu berichten: „Er hatte mich schon fürchterlich im Würgegriff und hat dann ein Abzugsschach übersehen!“ So lautete das Resümee von Robert und es trifft den Kern der Sache. Nach einem Damengambit hatte Hans mit den weißen Steinen die Initiative ergriffen und seine Stellung wurde zusehends besser. Mit seiner Dame einen gegnerischen Springer fesselnd, übersah Hans jedoch, dass dieser sich durch ein simples Abzugsschach entfesseln konnte, wonach seine eigene Dame verloren war. – Damit steht es insgesamt für die „Außenseiter“ 4,5 – 2,5 gegen die „Favoriten“ und wir sind gespannt, was uns diese Runde noch bringen wird… [ZAPF]

Die bisherigen Nachholspieltage bescherten uns durchaus gemischte Ergebnisse. Dabei stehen drei Favoritensiege dem erneut durchaus glanzvollen Triumph von Helmut Gottsmann gegen Hans Ott gegenüber. Wie formulierte es Andreas Link, der ja in der ersten Runde der Leidtragende der „Gottsmannschen Euphorie“ war, nach dieser Partie doch so treffend: „Helmut lässt mich hoffen, dass ich in zwanzig Jahren, wenn unsere Jugendlichen alle Wertungszahlen um die 2200 herum haben werden, immer noch Vereinsmeister werden kann!“ Doch der Reihe nach: Schon unmittelbar nach der Eröffnung hatte Hans allen Grund zur Sorge, denn er hatte mit Schwarz spielend bereits das Rochaderecht verloren, sein auf g7 fianchettierter Läufer hatte aufgrund einer weißen Bauernphalanx auf e5/f4/g5 kein einziges Feld und das gegnerische Läuferpaar übte fürchterlichen Druck auf seine Stellung aus. Um dem Abhilfe zu schaffen, wollte Hans mit seiner, von einem in der c-Linie postierten Turm unterstützten, Dame im weißen Lager für Unruhe sorgen. Doch dieser Plan hatte einen Haken, den Helmut sofort aufspürte. Durch ein geschicktes Manöver gelang es nämlich Helmut, die exponierte schwarze Monarchin zu umzingeln und gegen einen Turm zu gewinnen! Und damit war die Partie trotz noch anhaltenden Widerstands natürlich zu Helmuts Gunsten entschieden. Das war wiederum eine glorreiche Leistung! - Doch ein wenig überraschend musste Peter Forche recht lange um seinen Sieg gegen Joannis Postoltsikis bangen. Zwar kam Peter mit einem sehr gesunden Mehrbauern aus der Eröffnung heraus, doch nach dem Mittelspiel wurde dieser Vorteil nach dem Abtausch vieler Figuren im resultierenden Doppel-Turm-Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zusehends bedeutungsloser. Doch dann wurde Joannis nach eigener Aussage für eine halbe Stunde zum Kochen in die Küche abberufen, um nach seiner Rückkehr zum Brett prompt einen Läufer einzustellen! Die aus gewissen Kreisen (Schon gut, ich war es!) stammenden Gerüchte, wonach Peter zu diesem Zwecke selbst etwas zu Essen bestellt habe, müssen jedoch an dieser Stelle in das Reich der Legende verwiesen werden. Trotzdem bleibt im Ergebnis eine wohl etwas unglückliche Niederlage von Joannis festzuhalten. - Dagegen gewann Herbert Hennemann ganz souverän gegen Markus Kraus. Dabei wurde Markus schon in der Eröffnung mit Schwarz durch das Königsgambit von Herbert völlig überrascht und konnte keinen vernünftigen Gegenaufbau finden. Das Resultat davon war ein heftiger Angriff Herberts, der ihm sehr bald die gegnerische Dame und kurz darauf auch den schwarzen König einbrachte. – Nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit trafen sich Raymund Schreml und Siegfried Lorenz zu ihrer Partie. Deswegen kann der Chronist auch nichts über deren Verlauf berichten. Wohl aber darüber, dass das Ergebnis nach übereinstimmender Aussage beider Kämpfer ein absolut überzeugender Sieg von Siegfried war. – Damit ist die zweite Runde quasi komplett, weil noch ungewiss ist, ob die Partien von Steffen Winterfeldt und Thomas Gebhard gegen Markus Klein und Stefan Schmid noch zur Austragung gelangen, da die beiden Letztgenannten an „ernsthaften terminlichen Unpässlichkeiten“ laborieren. [ZAPF]

Unter Ausschöpfung aller Möglichkeiten der modernen Telekommunikation gelang es Steffen Winterfeldt doch noch mit seinem Widerpart Markus Klein in Verbindung zu treten. Die Partie entwickelte sich dann nach einem Damengambit als Eröffnung sehr gemächlich. So langsam konnte Steffen mit Schwarz die Stellung ausgleichen und sogar eine gewisse Initiative entfalten. Dabei musste jedoch Markus viel Zeit investieren, um die Stellung im Gleichgewicht zu halten und ebendies sollte sich rächen. Kurz vor der Zeitkontrolle konnte Steffen mit einer hübschen Abwicklung, die mit einer Springergabel endete, den Gewinn der Partie erzwingen. [ZAPF]


 

Runde 1

Name Pkt. - Name Pkt. Ergebnis
1 Paul Wittmann 0 - Herbert Hennemann 0 1 : 0
2 Helmut Gottsmann 0 - Andreas Link 0 1 : 0
3 Thomas Gebhard 0 - Juan Luis Ott 0 1 : 0
4 Marcus Scholz 0 - Thomas Ahlich 0 0 : 1
5 Steffen Winterfeldt 0 - Peter Forche 0 1 : 0
6 Siegfried Lorenz 0 - Hans-Ludwig Hestermann 0 0 : 1
7 Hans Ott 0 - Gerd Pauer 0 1 : 0
8 Ludwig Kaiser 0 - Stefan Behlert 0 0 : 1
9 Stefan Schmid 0 - Jürgen Schubert 0 1 : 0
10 Markus Kraus 0 - Arthur Holland 0 0,5 : 0,5
11 Christoph Koblenz 0 - Joannis Postoltsikis 0 1 : 0
12 Hans-Martin Roth 0 - Markus Klein 0 0 : 1
13 Robert Weidenhöfer 0 - Raimund Schreml 0 1 : 0

Mit einer Rekordbeteiligung von 26 Teilnehmern startete gestern unsere Vereinsmeisterschaft. Der DWZ-Durchschnitt aller Teilnehmer liegt mit 1416 relativ niedrig, was jedoch nicht zuletzt daran liegt, dass wir mit Raimund Schreml, Markus Kraus, Hans-Martin Roth sowie unserem Wirt Joannis Postoltsikis (Reihenfolge nach abnehmenden Bauchumfang) vier Turnierneulinge ohne DWZ in unseren Reihen begrüßen dürfen, die mit jeweils 800 in den Durchschnitt eingehen. Die obere Hälfte, deren DWZ-Durchschnitt mit 1732 ganz ordentlich ist, endet mit Robert Weidenhöfer bei einer DWZ von 1494. Mit 4,5 Teilnehmern (da Andreas Link zwar nicht dort spielt, jedoch natürlich dorthin gehört) ist die 1. Mannschaft durchaus ansprechend vertreten. Einsam an der Spitze steht allerdings unsere 5. Mannschaft, die mit sage und schreibe 8 Teilnehmern quasi komplett antritt! - Doch nun zu den Paarungen:

Trotz eines jeweiligen DWZ-Unterschiedes von mindestens 500 waren die bisher ausgetragenen 7 Partien dieser Runde nahezu alle relativ hart umkämpft und dauerten fast ausnahmslos bis zur Zeitkontrolle und darüber hinaus an. Allerdings musste bislang keiner der Favoriten Federn lassen! - Doch überwogen beispielsweise bei Paul Wittmann und Thomas Gebhard bei ihren jeweiligen Lungenfunktionskontrollen im Raucherzimmer eindeutig die Unmutsäußerungen über das eigene Unvermögen oder besser formuliert den hartnäckigen Widerstand ihrer Gegner Herbert Hennemann und Juan Luis Ott, der erst nach jeweils über 40 Zügen gebrochen war. So äußerte sich Herbert nach der Partie zufrieden ob der Tatsache, Paul noch nie so große Probleme gestellt zu haben. Dagegen war Juan Luis nicht ganz mit sich im Reinen, da er erkannt hatte, dass heute eindeutig mehr gegen Thomas möglich gewesen wäre, hätte er nicht seinen wichtigsten Bauern einfach eingestellt. Und damit hatten die beiden wirklich Recht! - Einen wirklich lustigen Tanz vollführten Marcus Scholz und Thomas Ahlich! Bereits nach 6 Zügen einer italienischen Partie hatte Marcus den gegnerischen Bauern auf f7 dreimal unter Beschuss genommen, hatte jedoch das Pech, dass Thomas diesen Angriff durch Gegenangriff einfach ignorieren konnte. Eine Handvoll Züge später massierte dann Thomas den feindlichen Bauern auf f2 ebenso penetrant, doch auch Marcus konnte sich dieser Aufdringlichkeit erfolgreich erwehren. Im resultierenden Mittelspiel waren dann die Angriffschancen recht gleichmäßig verteilt, doch ein grober Fehler von Marcus entschied die Partie zugunsten von Thomas. Sehr schön ist Begriff, den Marcus hinterher wählte, um den Spielverlauf zu beschreiben, der hier nur wiedergegeben aber nicht erläutert werden kann: „intergalaktisch“! - Auch Peter Forche konnte mit der Behandlung der obligatorischen Sokolsky-Eröffnung Steffen Winterfeldts durchaus zufrieden sein, verlor dann aber unter leichtem Zeitdruck zusehends den Partiefaden und danach spielentscheidend Material. - Nach einer ereignisarmen Eröffnung wurde dagegen Ludwig Kaiser gegen Stefan Behlert einfach zu gierig, schnappte sich einen Bauern und geriet dadurch in einen Angriff, der nur noch unter Preisgabe von Dame und Turm zu stoppen war, wodurch die Partie jedoch nur unwesentlich verlängert wurde. - Sehr interessant war die Partie zwischen Stefan Schmid und Jürgen Schubert! Nach einem eher unkonventionellen Eröffnungsverlauf geriet dabei Jürgen in einen recht heftigen Königsangriff. Doch gegen seine Gewohnheit setzte Stefan nicht energisch genug nach, wonach sich Jürgen unter Aufgabe eines Bauern etwas befreien konnte. Doch auch Jürgen fand den zweimal möglichen Weg zum Ausgleich der Stellung nicht und wurde schließlich von Stefans Bauernwalze im Zentrum überrollt. - Dagegen war die Partie zwischen Christoph Koblenz und Joannis Postoltsikis wohl die bisher einseitigste der Runde, da Joannis frühzeitig einen Springer einstellte, wonach Christoph routiniert das Heu in die Scheuer brachte. [ZAPF]

Das Ereignis des ersten Nachholspieltages war natürlich die Partie zwischen Helmut Gottsmann und Andreas Link. Dabei steht im Satz zuvor bewusst „die Partie“ und nicht „der Ausgang der Partie“, da ich auf jeden Fall den Eindruck vermeiden möchte, mit dieser Berichterstattung irgendeine sensationslüsterne Schadenfreude verbreiten oder befriedigen zu wollen. Das gilt für diesen wie auch alle denkbaren nachfolgenden Fälle! Denn schließlich hat nicht der Club bei den Bayern gewonnen, sondern Helmut gegen Andreas. Trotzdem sehe ich des Chronisten Pflicht auch darin, auf Siege von Außenseitern über Favoriten besonders einzugehen, denn eine solche Leistung sollte auch entsprechend gewürdigt werden: Gegen die Pirc-Verteidigung von Andreas wählte Helmut die scharfe Drei-Bauern-Variante. Gegen eine selten gespielte Fortsetzung von Helmut unterlief dann Andreas bereits im 7. Zug ein Fehler, der ihn sofort in entscheidenden Nachteil hätte bringen können. Doch anstatt eines sehr starken Springerzuges nach d5, begnügte sich Helmut im 9. Zug mit dem Damentausch, der Andreas des Rochaderechtes beraubte, sowie einer deutlich besseren Stellung. In der Folge hätte Helmut dann die Qualität gewinnen können, doch er zog es vor, immer neue Drohungen gegen den im Zentrum gestrandeten schwarzen König zu schaffen. Die Konsequenz dieses sehr stark vorgetragenen Angriffes war, dass Helmut zunächst einen Bauern, dann doch die Qualität und wenige Züge danach sofort die Partie gewann, da Andreas weitere schwere Materialeinbußen nicht mehr verhindern hätte können. Das war eine phantastische Leistung von Helmut, der einen einzigen Fehler von Andreas Zug für Zug zu einer Gewinnstellung ausbaute! – Dagegen wurde Hans Ott seiner Favoritenstellung gegen Gerd Pauer gerecht. In einer geschlossenen Spanischen Partie bekam Hans im beginnenden Mittelspiel langsam Oberwasser. Als dann Gerd einen Bauern einbüßte und sich zudem die Stellung öffnete, konnte Hans seinen Vorteil recht zügig zum Gewinn der Partie verdichten. - Auch Hans-Ludwig Hestermann hat inzwischen gegen Siegfried Lorenz sein vereinsinternes Debüt gegeben. Gegen die Französische Verteidigung von Hans spielte Siegfried dabei die Vorstoßvariante, wählte jedoch dann einen ungünstigen Aufbau mit dem Läufer auf g5. Dieser Läufer erwies sich als wahre Unglücksfigur, gerade weil er bis in das Endspiel überlebte! Dort war er dem schwarzen Springer deutlich unterlegen und wurde zuletzt auch noch von beiden schwarzen Türmen derart gefesselt, so dass die Partie unhaltbar wurde. - Heroischen Widerstand leistete Hans-Martin Roth gegen Markus Klein, wenngleich letztlich erfolglos. Dabei wählte Hans-Martin gegen die Sizilianische Verteidigung von Markus ein geschlossenes System und seine Stellung sah bis weit ins Mittelspiel hinein gut spielbar aus. Doch schließlich gelang Markus ein Bauerndurchbruch im Zentrum, der ihm Materialgewinn und die Initiative einbrachte, so dass Hans-Martin zügig die Waffen strecken musste. - Aufgrund von enormen terminlichen Engpässen beider Kontrahenten ähnelte die Schlußstellung der Partie von Markus Kraus und Arthur Holland in ihrer Ausgeglichenheit so sehr der Anfangsstellung, so dass sich die beiden auf ein korrektes Remis einigen konnten. - In der letzten noch ausstehenden Paarung dieser Runde spielte Raimund Schreml seine erste Partie unter Turnierbedingungen. Dergestalt war natürlich sein Gegner Robert Weidenhöfer haushoher Favorit. Diese Rolle erfüllte Robert dann auch, wenngleich Raimund im Nachhinein vollauf zufrieden war und auch sein konnte, wie ausdauernd er seinen Widerstand gegen die stürmischen Attacken Roberts aufrecht erhalten hatte. [ZAPF]

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